INGVY

Mijn persoonlijke website


Blog

Er kam, er sah, und was er oft sah, machte ihn nicht glücklich, es erschöpfte ihn oft. Manchmal beschrieb er, was er sah. Trotzdem kämpfte und überwältigte er weiter.


 

2019-05-05

Jeder baut sein eigenes Weltbild. Aber wer ist der Architekt? teil1

Jeder baut sein eigenes Weltbild. Aber wer ist der Architekt? Teil1
Mother don’t cry for me
I done chose the life I lead
Yes you taught me right from wrong
But now I sing the devil’s song
Tekts. “Life of sin” composed by Nick Nolan

Wollen Sie die blaue Pille? Und Sie wachen morgen früh auf und glauben wieder ganz unbeschwert alles wäre Realität? Oder nehmen Sie die rote Pille? Und ich zeige Ihnen die Matrix! Ja, so war das ja damals schon.

Ich wurde mit den Glauben an Gott erzogen. Ich ging in eine katholische Grundschule, so bin ich mit den Traditionen der katholischen Kirche aufgewachsen. Obwohl sie bei mir Zuhause nicht streng waren. Wir besuchten die Kirche nur zu besonderen Anlässen wie zur Taufe, zur Kommunion und einem Begräbnis. Freiwillig in einer Kirche wurde nur dann etwas durchgeführt, wenn eine Kerze angezündet werden musste, um einen Gefallen vom Allmächtigen zu fordern.
Begriffe wie gut und böse und die Sünde waren für mich echte Dinge.

Als ich älter wurde und Gerechtigkeit und Sinn in meinen Fragen nach dem Sinn der Existenz eine Rolle zu spielen begannen. Ich fing an, die Bibel zu studieren. Ich kannte die meisten Geschichten aus meiner Kinderbibel, aber bis dahin war mir die tiefere Bedeutung entgangen.
Als ich mich weiter in das Kaninchenloch vertiefte, versuchte ich, für jede Frage auch eine Antwort zu formulieren. Es führte schließlich zu Fragen, auf die ich nicht sofort eine passende Antwort erhielt.
Wie Immanuel Kant es schon beschrieben hat. Er hat in seiner Vorrede der „Kritik der reinen Vernunft“ geschrieben, dass sich eben unsere Vernunft Fragen stellen kann, von denen sie von vornherein weiß: „Darauf wirst du nie eine Antwort bekommen!”
So nagte immer etwas an mir. Ich habe auch nie gesagt, dass ich glaube, aber ich entschied mich dafür zu glauben. In meinen Gesprächen über den Glauben habe ich immer versucht, jemanden zu überzeugen, aber was ich tat, war, mich selbst zu überzeugen. Ich war nicht ehrlich mit mir.

Wenn Sie sich ein wenig für Ihre Umgebung und Ihre Geschichte interessieren, wissen Sie auch, dass das Christentum eine überwiegend auferlegte Religion ist. Alles, was für die Heiden eine Bedeutung hatte, wurde angenommen, entführt oder umgewandelt, um die Menschen dazu zu bringen, daran zu glauben und daran festzuhalten.
Ich wollte das nie sehen, ich betrachtete es immer als notwendiges Übel für einen höheren Zweck. Weil Gottes Wege unverständlich waren. Der Glaube war für mich ein wichtiger Teil meiner Identität.

Es ist der einfache Weg. Denn Sie wissen, wer Sie sind, wofür Sie dort waren, wohin Sie gehen, worauf es ankommt und was nicht gut ist. Alles hat einen Grund und sogar das Leiden ist reinigend, zumindest was die katholische Kirche angeht. Du baust so und jeder baut sein eigenes Weltbild.
Wie und wo ich es verloren habe, daran erinnere ich mich nicht mehr. Es war ein schleichender Prozess. Aber egal was meine Sicht der Welt zerbrach, es zwang mich dazu, die Welt anders zu betrachten.

Ingvy - 20:04:06 | Kommentar hinzufügen